Lebenshilfe Wuppertal zu Gast im Deutschen Bundestag:
Weihnachtsbaum bei kleiner Feierstunde geschmückt

Es war ein Erlebnis für alle Beteiligten: „Die Aufregung war schon bei der Abfahrt an der Heidestraße groß“, erzählt Betreuerin Anke Kirchmann-Bestgen von der Fahrt der Lebenshilfe Wuppertal nach Berlin. Denn dort wurde von einer Delegation aus dem Bergischen am Freitagmittag, 28. November 2014, der Weihnachtsbaum der Lebenshilfe-Bundesvereinigung im Deutschen Bundestag geschmückt und gemeinsam mit Politikern aller Parteien Weihnachtliches gesungen. 

Ob die beiden Wuppertaler Abgeordneten Peter Hintze und Jürgen Hardt, Wolfgang Thierse, Claudia Roth, Thomas Oppermann, Norbert Lammert, Petra Pau oder andere – bevor im Bundestag die Haushaltsabstimmung begann, schauten alle noch kurz bei bei der Lebenshilfe vorbei, als im Ostfoyer des Reichstagsgebäudes (dort, wo alle Parlamentarier täglich vorbeikommen) unter Mitwirkung des Lebenshilfe-Chores aus Wuppertal von Ann-Kathrin Wilhelm und Marcel Simon vom Werkstattrat sowie deren „Helfern“ der geschmückte Baum im Beisein der Lebenshilfe-Bundesvorsitzenden und Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt übergeben wurde.

Begeistert zeigte sich Schmidt nicht nur von der Dekoration und den Vorträgen des Chores, sondern auch von dem in den vergangenen Wochen in der Werkstatt in Cronenberg hergestellten Engel, der ihr als vorweihnachtliches Geschenk überreicht wurde. „Wir haben in diesem Jahr bereits viele Auftritte erlebt, aber Ihre Einladung bildet den krönenden Abschluss“, erklärte Marcel Simon in seiner kurzen Rede – schließlich hatte der Wuppertaler Lebenshilfe-Chor im Sommer ja auch schon die „Special Olympics“ in Düsseldorf eröffnet. „Vor der Rede war ich aber schon ziemlich aufgeregt“, blickt Simon zurück. „Es waren ja sehr viele Menschen und viel Presse da, überall hat es währenddessen geblitzt.“ Für seine Rede hatte er hinterher jedoch viel Lob bekommen, sodass die Aufregung schnell verflog.

Bevor im Bundestag geschmückt und gesungen worden war, hatte die Wuppertaler Lebenshilfe-Gruppe allerdings noch genügend Zeit, um die Bundeshauptstadt ein wenig näher kennenlernen zu können. Eine Führung durch das Paul-Löbe-Haus und das Reichstagsgebäude (Kirchmann-Bestgen: „Hier kamen wir sogar in Ecken, die sonst nicht für normale Besucher geöffnet sind“) inklusive Kuppel standen natürlich ebenso auf den Programm wie eine Stadtrundfahrt: Hier ging es unter anderem vorbei an der Siegessäule, dem Brandenburger Tor, zum Schloss Bellevue und nach Kreuzberg. Dort wurde bei „Curry 36“ am Mehringdamm natürlich eine Currywurst gegessen: „Die war echt lecker“, zeigt sich Ann-Kathrin Wilhelm begeistert.

Besonders beeindruckend war für die Gruppe allerdings auch der Verlauf der ehemaligen Berliner Mauer: „An einer Stelle stand der Bus auf der Straße und die rechte Seite saß im Westen und die linke im Osten“, erzählt Patrick Uhr. Auch an derSpree wurde die Geschichte lebendig: „Die Führerin durch den Bundestag erzählte, dass wer dort früher durchschwamm erschossen wurde“, ergänzt Ann-Kathrin Wilhelm. Diese direkte Konfrontation mit der bislang nur aus der Ferne bekannten deutschen Vergangenheit hinterließ bei vielen einen prägenden Eindruck.

Getreu des Mottos „Kreuzberger Nächte sind lang“ ging es am Vorabend der Weihnachtsbaum-Übergabe erst recht spät ins Bett. Am nächsten Morgen stieg dann jedoch die Nervosität: Während Rolf-Dieter Kortwig vor dem Hotel (Anke Kirchmann-Bestgen: „Manche kamen sich im neuen Hotel regelrecht vor wie Staatsgäste“) mit einigen Geschenken zu seinem 60. Geburtstag überrascht wurde, gab es im Bundestag für das „Geburtstagskind“ von Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt auch ein kleines Präsent. Dort musste allerdings noch einmal selbst Hand angelegt werden – schließlich galt es, den Baum fertig zu schmücken, die von der Wupper an die Spree mitgebrachte Musikanlage aufzubauen sowie Schwebebahn- und Tannenbaum-Seifen an die Abgeordneten zu verschenken. Letztere sorgten für viele Gespräche, weil zahlreiche Abgeordnete irgendetwas mit Wuppertal verbanden.

Der Lohn für die Mühen: Wie im Anschluss Peer Brocke von der Bundesvereinigung der Lebenshilfe erklärte, soll es eine der schönsten Baumübergaben in den letzten Jahren gewesen sein. Dazu trug auch bei, dass fast das komplette Präsidium des Hauses anwesend war und durch die Haushaltsabstimmung an diesem Tag auch viele Abgeordnete vorbeischauten: „Es stimmte irgendwie einfach alles“, erzählt Anke Kirchmann-Bestgen beeindruckt – nicht nur weil der Deutsche Bundestag schon direkt im Anschluss für die 17 Weihnachtsbäume im Jahr 2015 weiteren Schmuck bestellte. Während der Chor Weihnachtslieder wie „O du Fröhliche“, „Lasst uns froh und munter sein“, „Alle Jahre wieder“ oder „Fröhliche Weihnacht überall“ sang, habe eine richtig schöne Stimmung im Ostfoyer des Bundestages geherrscht – die Herzen gewannen jedoch zwei Kinder mit Down Syndrom, die vor dem Weihnachtsbaum mittanzten, erzählt Kirchmann-Bestgen: „Es war traumhaft!“

 

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Fotos Bildergalerie: Bundesvereinigung Lebenshilfe, junophoto

 


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Telefon: (0202) 47 92-100, E-Mail: s.pauls@lebenshilfe-wuppertal.de

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