Horrorkomödie wird mit sechs Leuten der  Lebenshilfe gedreht

Ausnahmezustand bei der Lebenshilfe Wuppertal:  Vampire, Serienkiller und Killerhunde sind in der Wohnstätte am Mastweg unterwegs. Und dann auch noch ein Mord. Ein Mann ist beim Kartenspiel offensichtlich getötet  worden. Ein Horrorszenario.
An der schaurigen Komödie „Das Spiel des Horrors“, angeleitet vom Wuppertaler Medienprojekt, haben sechs Menschen mit Behinderung von der Lebenshilfe Wuppertal mitgewirkt. Drehort: Die Lebenshilfe-Wohnstätte am Mastweg, das Lager und die Druckerei an der Heidestraße. „Unser Ziel ist es, Grusel und Horror im Film umzusetzen, dabei aber  gleichzeitig die Vermittlung von Gewalt und Schrecken zu reflektieren“, berichtet Medienpädagoge Sebastian Bergfeld vom Medienprojekt. Ausgeschrieben war der  Workshop „Tal des Schreckens“, an dem Jugendliche ab 16 Jahren teilnehmen konnten, egal ob mit oder ohne Behinderung.
So sind insgesamt acht Kurzfilme (ca. 15 Minuten), darunter auch „Das Spiel des Horrors“, entstanden, die am Samstag, 2. September, ab 21 Uhr bei dem Kulturfest KulturTrasse unter der Autobahnbrücke A535 (Höhe Deutscher Ring) auf einem monumentalen Autobahnpfeiler auf der Nordbahntrasse gezeigt werden. Vor den Filmvorführungen gibt es ein schauriges musikalisches Rahmenprogramm mit „Happy Horsemen“ (18.30 Uhr) und „Grim Van Doom (20 Uhr).

In „Das Spiel des Horrors“ haben Lars Windgassen, Nele und Aline Blum, Alexander Brinkschmidt, Norbert Neumann und  Michael Wallraf von der Lebenshilfe Wuppertal teilgenommen. Lars Windgassen hat das Drehbuch geschrieben.

„Uns ist es wichtig, viel aus der Lebenswirklichkeit der Lebenshilfe im Film zu zeigen und den Horror dann zuzufügen“, sagt Bergfeld. Das Besondere: Im Film wird das Böse durch die Behinderung der Darsteller besiegt. So wird zum Beispiel die Gehhilfe zur wirksamen Waffe und der Sehbehinderte punktet, da er sich im Dunklen viel besser zurechtfindet als die Sehenden. Bergfeld: „Die Menschen mit Behinderung sind Helden, die durch ihre Behinderung eine Superkraft haben.“  Verdrehte Wirklichkeit? „Warum? Das könnte doch durchaus so passieren“, findet der Mitarbeiter des Medienprojektes.
Grusel, Grauen und Horror werden mit Augenzwinkern aufbereitet, ohne lächerlich zu machen. „Ein guter Film ist so entstanden“, sagt der 36jährige Medienpädagoge, „bei dem alle Teilnehmer viel Spaß hatten.“

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Stefan Pauls, Geschäftsführer Lebenshilfe Wuppertal
Telefon: (0202) 47 92-100, E-Mail: s.pauls@lebenshilfe-wuppertal.de

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